Düsseldorf: Der Nagelshof in Lohausen erhält neue Nutzung
Die Stadt Düsseldorf bereitet sich auf einen bedeutenden Umbau vor: Der Nagelshof in Lohausen, ein ehemaliges Industriegelände, soll neue Nutzung erfahren. Nach Jahren der Brachliegenheit soll das Areal zu einem lebendigen Stadtteil umgestaltet werden. Die Stadtverwaltung hat sich mit lokalen Investoren und Architekten zusammengetan, um das Potential des Areals voll auszuschöpfen. Die Pläne sehen vor, dass das Gelände zu einem Mix aus Wohn-, Gewerbe- und Freizeitflächen umgewandelt wird, um so die Attraktivität des Stadtteils zu erhöhen. Wir berichten über die Details des Projekts und die Erwartungen der Anwohner.
Historischer Nagelshof in Lohausen erhält neue Nutzung
Der historische Nagelshof am Nagelsweg 120 in Düsseldorf-Lohausen, der seit über zwei Jahren nicht mehr genutzt wird, soll nun einen neuen Betreiber erhalten. Die Stadt Düsseldorf hat eine Ausschreibung gestartet, um einen neuen Pächter für die unter Denkmalschutz stehende Immobilie zu finden.
Vorgaben für den neuen Betreiber
Alle Maßnahmen am Objekt müssen vor ihrer Ausführung mit der unteren Denkmalbehörde abgestimmt werden. Die Stadt wünscht sich Konzepte, die den kulturhistorischen Gutshof in seinem Ensemble als Einheit erhalten und seiner geschichtlichen Bedeutung Rechnung tragen.
Mögliche Nutzungsmöglichkeiten
Die Verwaltung nennt beispielhafte Nutzungsmöglichkeiten, wie die Betreuung von Kindern, Bildung von Kindern und Erwachsenen, Senioren- oder Jugendarbeit, Unterbringung von Studierenden und Auszubildenden, Etablierung eines Naturschutz- oder Kinderbauernhofes, Gewerbefläche beispielsweise für Dachdeckerunternehmen oder Künstlerateliers.
Historische Bedeutung des Nagelshofes
Der Nagelshof blickt auf eine lange Geschichte zurück. Er bildete das Vorwerk des hochmittelalterlichen Stammsitzes der Herren von Leuchtmar, dem Leuchtenberger Hof. Dieser Adelssitz ist seit der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts urkundlich belegt. Es ist daher davon auszugehen, dass das Gelände des heutigen Nagelshofes seit dem Hochmittelalter genutzt wurde.
Relikte der hochmittelalterlichen bis neuzeitlichen Nutzung dürften sich unter anderem in Form von Fundamenten, baulichen Anlagen, Gräben und Brunnen erhalten haben. Das Haupthaus wurde 1736 datiert, eine Scheune 1862, weitere Schuppen und Aufbauten stammen aus den Jahren 1735 – 1965. Die Hofanlage ist in der Denkmalliste eingetragen, weil sie zu den wenigen gut erhaltenen Objekten dieser Art in Lohausen gehört und die Entwicklung der bäuerlichen Architektur im 19. Jahrhundert dokumentiert.
Zukunft des Nagelshofes
Wer letztendlich den Zuschlag für die Anlage erhält, hängt von mehreren Faktoren wie den gebotenen Kaufpreis, dem Nutzungskonzept und den Umgang mit dem Gebäudebestand ab. Bereits vor der geplanten Ausschreibung sind schon verschiedene Anfragen zum Nagelshof bei der Stadt eingegangen.
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