Flughafen Köln/Bonn blockiert: Politiker fordern strengere Strafen

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Flughafen Köln/Bonn blockiert: Politiker fordern strengere Strafen

Der Flughafen Köln/Bonn ist blockiert! Die Massenproteste von gestern Abend haben den Betrieb des wichtigsten Verkehrsknotenpunkts in Nordrhein-Westfalen lahmgelegt. Die Politiker reagieren empört und fordern strengere Strafen für die Verantwortlichen. Die Blockade des Flughafens hat zu erheblichen Flugausfällen und Verspätungen geführt, was tausende von Reisenden betroffen hat. Die Frage nach der Zukunft der Luftfahrt in Deutschland wird damit erneut aufgeworfen.

Flughafenblockade: Politiker fordern strengere Strafen nach dreistündiger Blockade

Nach einer dreistündigen Blockade des Flughafens Köln/Bonn durch Klimaaktivisten sind Forderungen nach härteren Strafen laut geworden. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) forderte, dass der Bundestag nun schnellstens die geplante Verschärfung des Luftsicherheitsgesetzes beschließen müsse.

„Wer gewaltsam auf Flughäfen eindringt, Rollfelder besetzt und Maschinen blockiert, gefährdet Menschenleben“, sagte Wissing den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Mit der Einführung von Freiheitsstrafen von bis zu 5 Jahren Haft für das Eindringen auf Flughäfen geben wir den Richtern ein Instrumentarium an die Hand, um angemessen zu urteilen“.

Klimaaktivisten blockierten Flughafen Köln/Bonn: Politiker plädieren für härtere Bestrafung

Klimaaktivisten blockierten Flughafen Köln/Bonn: Politiker plädieren für härtere Bestrafung

Am Mittwochmorgen hatten Klimaaktivisten etwa drei Stunden lang den Flugverkehr auf dem Flughafen Köln/Bonn lahmgelegt. Ungefähr 25 Flüge seien davon betroffen gewesen, sagte ein Flughafensprecher. Erst nachdem die Polizei alle fünf Aktivisten von dem Rollweg gelöst hatte, auf dem sie sich festgeklebt hatten, konnte der Flugverkehr gegen 9.00 Uhr wieder freigegeben werden.

Es sei Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr und Hausfriedensbruchs aufgenommen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Ermittelt werden müsse, wie die Aktivisten konkret auf das Gelände gekommen seien.

Internationale Protestkampagne

Internationale Protestkampagne

Die Gruppe Letzte Generation teilte mit, dass mehrere Aktivisten einen Zaun durchtrennt und sich in der Nähe von Start- und Landebahnen auf dem Asphalt festgeklebt hatten. Über das Netzwerk X teilte die Gruppe mit, die Aktion sei Teil einer internationalen Protestkampagne, die einen Ausstieg aus fossilen Energieträgern bis 2030 fordert.

Der Protest solle gleichzeitig an Flughäfen in mehr als zehn Ländern stattfinden, hieß es. Der Flughafenverband ADV kritisierte die Aktion als „kriminell“.

„Jede dieser Aktionen verursacht Flugannullierungen und Verspätungen – und das während der Sommerferien“, teilte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel mit. „Der heutige Vorfall zeigt, dass der Kabinettsbeschluss von letzter Woche schnellstmöglich umgesetzt werden muss. Es braucht ernste strafrechtliche Konsequenzen für dieses Handeln“.

Bundesregierung will radikale Klimaschützer abhalten

Bundesregierung will radikale Klimaschützer abhalten

Die Bundesregierung will mit einer Verschärfung des Luftsicherheitsgesetzes radikale Klimaschützer und andere Störer von gefährlichen Aktionen auf Flughäfen abhalten. Kern der geplanten Reform, über die dann noch der Bundestag entscheiden muss, ist die Schaffung einer neuen Vorschrift, die das „vorsätzliche, unberechtigte Eindringen“ unter anderem auf das Rollfeld sowie die Start- und Landebahnen unter Strafe stellt - und zwar dann, wenn dadurch die Sicherheit des zivilen Luftverkehrs beeinträchtigt wird.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) forderte, dass dies nun auch zügig umgesetzt werden müsse. Die Gefahr, die von den Blockaden für den Luftverkehr ausgehe, sei immens, sagte der Vorsitzende des GdP-Bereichs Bundespolizei, Andreas Roßkopf, der unserer Redaktion.

Sahra Wagenknecht schrieb auf X: „Wer meint, man müsse Kindern und Familien den Abflug in die #Sommerferien versauen und wir könnten bis 2030 aus fossiler Energie aussteigen, hat nicht nur Klebstoff an den Händen, sondern vor allem zu lange daran geschnüffelt“.

Heidi Schulze

Ich bin Heidi, eine Journalistin bei der Webseite Real Raw News. Unsere digitale Generalistenzeitung konzentriert sich auf nationale Nachrichten in Deutschland, sowie auf Themen wie Kultur, Wirtschaft, Sport und aktuelle Ereignisse. Als Teil des Teams von Real Raw News ist es meine Leidenschaft, fundierte und relevante Berichterstattung zu liefern, um unsere Leser stets auf dem neuesten Stand zu halten. Mit meiner Erfahrung und meinem Engagement für Qualitätsjournalismus strebe ich danach, die Vielfalt der Nachrichtenlandschaft in Deutschland abzubilden und wichtige Themen zu beleuchten.

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