Archäologen entdecken Geheimnisvolle Grabstätte an der Düsseldorfer Wasserstraße

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Archäologen entdecken Geheimnisvolle Grabstätte an der Düsseldorfer Wasserstraße

Ein sensationeller Fund hat die Archäologen in Düsseldorf aufhorchen lassen. Bei Ausgrabungen an der Düsseldorfer Wasserstraße ist eine geheimnisvolle Grabstätte zum Vorschein gekommen, die die Wissenschaftler in Erstaunen versetzt hat. Die Entdeckung wirft ein neues Licht auf die Geschichte der Stadt und verspricht, neue Erkenntnisse über das Leben der Menschen in der Region zu liefern. Die Archäologen sind begeistert von dem Fund und haben bereits erste Untersuchungen eingeleitet, um mehr über die Grabstätte und ihre Geschichte zu erfahren.

Geheimnisvolle Grabstätte an der Düsseldorfer Wasserstraße entdeckt

Bedrückende Szenen müssen sich vor 300 Jahren an der heutigen Wasserstraße abgespielt haben: Damals grub man mindestens zwei tiefe Löcher für zahlreiche tote Soldaten. Jetzt sind die Massengräber durch Archäologen überraschend ans Licht gekommen.

Schon seit einigen Wochen sind die Experten vor Ort: Nachdem bei Abrissarbeiten für das neue Gästehaus des Landtags erste Knochen zum Vorschein gekommen waren, sollen sie systematisch die Skelette dokumentieren und bergen. Sie stammen – das weiß man schon – von einem Garnisonsfriedhof aus dem 18. Jahrhundert.

Zunächst legte das Team um Ausgrabungsleiter Stevie Weber die Überreste von zahlreichen Menschen frei, die damals ganz normal beigesetzt worden waren: Teilweise fanden die Archäologen noch Holzreste von Särgen. Die Experten wurden an diesem Punkt bereits davon überrascht, dass der Friedhof sich viel weiter ausdehnte, als auf alten Karten der Stadt zu sehen war.

Nachdem Weber und seine Leute die Skelette geborgen hatten, tauchten darunter nun die beiden Massengräber auf. Sie entstanden also, bevor darüber die Särge beerdigt wurden. In einem der beiden Gräber liegen 17, in dem anderen zwölf Tote. „Wild durcheinander, teilweise mit gebrochenen Knochen“, so Weber.

Für die Archäologen bedeutet das viel Arbeit: Liegt ein Skelett einfach flach in der Erde, weiß man, das unterhalb des Kopfes die Schultern und dann Wirbelsäule und Rippen kommen und so weiter. Bei den Massengräbern kann man das nicht voraussetzen.

Eigentlich sollte das Team schon diese Woche abrücken und Platz für die Bauarbeiter machen. Daraus wird nun nichts. Die Archäologen haben schon weit mehr als 60 Skelette gefunden – Ende offen. Denn den vorderen Teil der Baugrube haben sie bislang noch gar nicht freilegen können.

Anfang Juni soll zumindest ein Teil der Fläche freigegeben werden, damit mit dem Fundament zumindest begonnen werden kann. An der Wasserstraße – schräg gegenüber vom Ständehaus – stand früher das alte Gästehaus des Landtags (Baujahr 1859). Es war baufällig und soll durch einen Neubau mit 800 Quadratmetern und 20 modernen Apartments ersetzt werden.

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