Eller: Sozialhilfe-Wege in Düsseldorf

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Eller: Sozialhilfe-Wege in Düsseldorf

Die Stadt Düsseldorf setzt sich für die Verbesserung der Sozialhilfe ein. Der Bezirksbürgermeister von Eller, Herr Thomas Geisel, kündigte an, dass die Stadt neue Wege in der Sozialhilfe gehen werde. Ziel ist es, die Unterstützung für Menschen in Not zu verbessern und die soziale Teilhabe zu stärken. Insbesondere sollen Familien mit Kindern und ältere Menschen von den neuen Maßnahmen profitieren. Die Stadt will die sozialen Dienstleistungen ausbauen und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren verbessern. Dies soll dazu beitragen, dass die Menschen in Düsseldorf besser unterstützt werden und ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Eller: Neue Wege in der Sozialhilfe

Die Bewohner in Eller sehen sich immer wieder Vorurteilen ausgesetzt, was ihren Stadtteil betrifft. Alles Quatsch, würden die jetzt sagen, wenn wieder einmal von fehlender Wohnqualität, nicht vorhandenem Grün, mangelnder Gastronomielandschaft oder kulturellen Angeboten die Rede ist. Eines kann man den Menschen in Eller aber ganz bestimmt nicht vorwerfen: Dass sie sich nicht für ihr Viertel einsetzen.

Hier wird eine gute Quartiersarbeit geleistet, wie es so schön heißt, und dafür ist nicht zuletzt die seit 50 Jahren umtriebige Werbegemeinschaft Individueller zuständig, die scheinbar überall und bei allen Aktivitäten ihre Hände im Spiel hat. „Wir verstehen uns als Bindeglied, um alle Player im Ort zusammenzubringen“, erklärt der Vorsitzende Jürgen Hagendorn.

Ein Wegweiser für alle in Eller

Ein Wegweiser für alle in Eller

Es gibt aber längst mehr in Eller, nur wissen das noch nicht alle. Den Propeller zum Beispiel, ein offener Treffpunkt für Familien, Senioren, Kinder, Alleinerziehende an der Gumbertstraße 79 – ein Gemeinschaftsprojekt von Caritas und der Pfarrgemeinschaft Eller-Lierenfeld. Auch die Händlergemeinschaft hat an der Gumbertstraße 173 einen Anlaufpunkt.

Dass in Eller alle an einem Strang ziehen, beweist jetzt eine neue Broschüre, die Ulrich Brzosa vom Caritasverband für Propeller und Individueller erstellt hat. Es soll ein Wegweiser mit Adressen für soziale Unterstützungsangebote in Eller sein, der vor allem ältere Menschen ansprechen soll, die nicht rund um die Uhr im Internet unterwegs sind, betont Brzosa.

Der niedrigschwellige Flyer umfasst Beratungsangebote und Bürger-, Jugend- und Seniorentreffpunkte, Hilfestellungen bei Themenschwerpunkten wie Arbeit, Familie, Einkauf, Bildung und Wohnen und beantwortet nicht zuletzt alle wichtigen Fragen zur Pflege im Alter, ehrenamtlich wie kommerziell.

„Eller kann eigentlich in allen Bereichen punkten, das zeigt auch dieser Wegweiser wieder“, sagt Hagendorn. „Wir mussten daher auch irgendwann einen Schlussstrich ziehen, konnten gar nicht alles aufnehmen, was wir ursprünglich angedacht hatten“, fügt er hinzu.

Für sämtliche Vereine im Stadtteil war da beispielsweise erst einmal kein Platz.

Lioba Grote vom Propeller hält die Broschüre jedenfalls für äußerst sinnvoll. „Ich erlebe es fast täglich, dass Menschen, gerade ältere, bei uns reinkommen und sagen, dass sie zu Hause keinen Computer hätten – teilweise, weil sie sich so etwas nicht leisten können, aber eben auch, weil sie sich bewusst davon nicht angesprochen fühlen.“

Der neue Wegweiser soll nun in Eller flächendeckend in Geschäften, Kirchen, Beratungsstellen, in der Stadtbücherei und im Rathaus ausgelegt werden.

Die Caritas versteht sich bei allem stets als Kompetenz im Hintergrund, so Ulrich Brzosa. „Quartiersarbeit gelingt vor allem dann, wenn Aktive im Stadtteil zunehmend Netzwerker und Plattformer werden, Räume und Gelegenheiten bieten, ihre spezifische Stellung zu nutzen“, sagt Brzosa.

Denn eine ganzheitliche Entwicklung von Quartieren könne langfristig nur gelingen, wenn alle relevanten örtlichen Akteure aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft vernetzt sind. Das scheint in Eller jedenfalls ganz gut zu funktionieren.