Erwartete harte Verhandlungen mit dem Betriebsrat über den Stellenabbau bei Vodafone.

Die Nachricht über den Stellenabbau bei Vodafone hat die Arbeitswelt aufgeschreckt. Eine Ankündigung, die Harte Verhandlungen mit Betriebsrat erwartet. Die Pläne des Unternehmens, Arbeitsplätze abzubauen, haben zu Unruhe geführt. Es wird erwartet, dass die Verhandlungen zwischen der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat schwierig werden. Der Betriebsrat wird sich vehement für den Erhalt der Arbeitsplätze einsetzen und möglicherweise Maßnahmen wie Protestaktionen nicht ausschließen. Dieser Schritt von Vodafone hat auch politische Diskussionen ausgelöst, da die Arbeitsplatzsicherheit und die soziale Verantwortung von Unternehmen in den Fokus gerückt werden. Die Entwicklung dieser Verhandlungen wird mit Spannung erwartet und könnte weitreichende Auswirkungen auf die Arbeitswelt haben.

Vodafone plant harten Stellenabbau: Verhandlungen mit Betriebsrat stehen bevor

Die Nachricht traf die Belegschaft wie ein Blitz aus heiterem Himmel. In nur zwei Jahren will die deutsche Vodafone-Geschäftsführung den Personalbestand des Unternehmens um 13 Prozent reduzieren. Zusammen mit dem vorangegangenen Sparprogramm vom März 2023, als der Abbau von 900 Vollzeitstellen verkündet wurde, dürfte dann jede fünfte Stelle bei der deutschen Tochter des britischen Mobilfunkkonzerns Vodafone entfallen. Der Betriebsrat des Unternehmens beschwerte sich über die Art der Bekanntgabe in einer Mail an die Geschäftsleitung: „Ohne Frage hinterlässt die respektlose Terminierung der Bekanntgabe einer solchen Nachricht in der Osterwoche einen mehr als bitteren Nachgeschmack.“

Vodafone Deutschland vor harten Verhandlungen über Zukunft und Stellenabbau

Insgesamt will das Unternehmen weltweit 11.000 Jobs innerhalb von drei Jahren streichen. Geschäftsführung und Betriebsrat stehen nun vor harten Verhandlungen über die Zukunft von Vodafone Deutschland. Derzeit arbeiten dort 15.000 Personen, davon 5000 am Standort in Düsseldorf-Heerdt. Wo die Stellen wegfallen werden, ist derzeit noch unklar. Das Unternehmen will sein IT-System neu aufbauen und vereinheitlichen. Auch der Kundenservice soll zugleich verbessert, aber auch effizienter gemacht werden. Einen Teil der Stellen will Vodafone durch sozialverträgliche Lösungen streichen, einen anderen an verschiedene Dienstleister und Kooperationspartner wie den US-Softwarekonzern Microsoft und den IT-Berater Accenture ausgliedern.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des vorangegangenen Abbauplanes erfolgte bereits ein Interessenausgleich. Rund 90 Prozent der Maßnahmen sind nach Unternehmensinformationen inzwischen abgeschlossen. Über einen Rahmensozialplan konnten Beschäftigte, die über 50 Jahre alt waren und dem Unternehmen seit mindestens 15 Jahre angehörten, eine großzügige Abfindung erhalten. Sie gilt auch im Vergleich zu anderen Großunternehmen als sehr hoch. Zugleich vereinbarten Geschäftsführung und Betriebsrat einen Altersvorruhestand für Menschen ab 58 Jahre. Und es gibt eine attraktive Altersteilzeitregelung. Der Sozialplan gilt bis zum 31. März 2025.

Nach Ostern sollen jetzt die Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung über einen neuen Sozialplan beginnen. In seiner Ankündigung sprach die Vodafone-Führung davon, den Abbau sozialverträglich zu gestalten. Mit betriebsbedingten Kündigungen wird also nicht gerechnet. Die Verhandlungen könnten bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Die Dauer des neuen Sozialplans würde sich auf zwei Jahre erstrecken. Dabei wird zunächst eine Bestandsaufnahme der bisherigen Stellenstreichungen erfolgen. Es sollen Sachverständige gehört und Auswirkungen eines neuerlichen Jobabbaus auf den Kundenstamm von Vodafone untersucht werden. Die Ausgliederung in andere Unternehmen soll nach Vorstellung der Arbeitnehmervertretung nur dann möglich sein, wenn diese Firmen tarifgebunden sind. Älteren Kolleginnen und Kollegen dürfte wie bei der Sparrunde 2023 eine Abfindung angeboten werden, wenn sie innerhalb einer bestimmten Frist kündigen.

Überraschend war die Ankündigung des Sparprogramms auch deshalb, weil der Chef von Vodafone Deutschland, Philippe Rogge, zum Monatsende seinen Dienst quittiert. Der 55-jährige Belgier ist bekannt für die Beherrschung von Unternehmens- und Produktionsprozessen und wäre diese schwierige Aufgabe bestens geeignet gewesen. Sein Nachfolger Marcel de Groot, der die Verkaufszahlen der Vodafone-Tochter in den Niederlanden deutlich verbessert hat, gilt als Vertriebsprofi. Allerdings hat er dort auch IT-Prozesse optimiert, nun eine der Hauptaufgaben bei Vodafone Deutschland. Die Sanierung der Düsseldorfer Tochter dürfte nicht einfach sein. Längst hat der Standort, der aus der Übernahme des deutschen Mobilfunk- und Industrieunternehmens Mannesmann hervorging, seinen Einfluss in der Vodafone-Familie verloren. Der Chef der deutschen Tochter berichtet auch nicht direkt an den Vorstand in London, sondern an eine Europa-Unternehmenseinheit. Zugleich verliert der Mobilfunk- und Internetanbieter in Deutschland Marktanteile. „Vodafone steht unter erheblichem Wettbewerbsdruck. Das Unternehmen muss die preissensitiven Kunden genauso gewinnen wie die Qualitätskunden, die bereit sind, mehr zu bezahlen“, sagte Andreas Walter, Geschäftsführer des Telekommunikations-Beratungsunternehmens Dialog Consult aus Rheinberg bei Duisburg. Während der Markt wachse, so Walter, verliere Vodafone Festnetzkunden. „Das weist auf Vermarktungsprobleme hin“, erklärte der Technologieexperte. An anderer Stelle will Vodafone durchaus wachsen und neue Kräfte einstellen. Das gilt insbesondere für den Ausbau der Cloud-Funktion, die zur Optimierung und kostengünstigen Speicherung großer Datenmengen beitragen soll. Auch im Firmenkundenbereich sucht das Unternehmen Personal.

Heike Becker

Ich bin Heike, Journalistin bei Real Raw News, einer digitalen Generalistenzeitung mit Fokus auf nationalen Nachrichten in Deutschland. Bei uns dreht sich alles um Kultur, Wirtschaft, Sport und aktuelle Nachrichten. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben und der Berichterstattung über relevante Themen, die unsere Leserinnen und Leser interessieren. Mit fundierten Recherchen und einem kritischen Blick auf aktuelle Geschehnisse möchte ich dazu beitragen, dass unsere Leserschaft stets bestens informiert ist und sich eine fundierte Meinung bilden kann.

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