Datenleck bei Stay Informed - Hilfe für Kitas, Schulen und Eltern​.

Datenleck bei „Stay Informed“ – Hilfe für Kitas, Schulen und Eltern​

In einem bedauerlichen Vorfall wurde ein Datenleck bei der Plattform Stay Informed festgestellt, die Hilfe für Kitas, Schulen und Eltern bereitstellt. Es wird berichtet, dass persönliche Informationen von Nutzern, darunter Namen, Kontaktdaten und andere sensible Daten, unbefugt offengelegt wurden. Dieses Ereignis wirft ernste Fragen zur Sicherheit und Datenschutz auf, insbesondere im Bildungsbereich, wo der Schutz von Schülern und deren Familien von größter Bedeutung ist. Die Behörden arbeiten mit Hochdruck daran, die Ursache des Lecks zu ermitteln und angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um die Betroffenen zu schützen. Es ist entscheidend, dass solche Vorfälle ernst genommen werden und präventive Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit sensibler Daten zu gewährleisten.

Index

Datenschutzverletzung bei Stay Informed – Landesbeauftragte richtet Informationsseite ein

Die Landesbeauftragte für Datenschutz hat zu dem Datenleck bei der Kita- und Schul-App „Stay Informed“ eine eigene Info- und Hilfeseite eingerichtet. „Für Einrichtungen – wie Kindertagesstätten – und für betroffene Personen – besonders die Eltern – sind jetzt die richtigen Reaktionen wichtig“, heißt es darauf.

Durch die Fehlkonfiguration eines Servers waren persönliche Daten von Nutzern und Kindern aus ganz Deutschland für eine unbestimmte Zeit ungeschützt im Internet abrufbar. Die Details dazu und mehr Infos zu der Frage, welche Risiken für welchen Personenkreis bestehen, lesen Sie hier.

Vom Datenleck betroffenen Eltern rate man „bei E-Mails und Anrufen erst einmal zur besonderen Wachsamkeit, insbesondere mit Blick auf mögliche Phishing- und Schadmails oder entsprechende Anrufe, in denen man aufgefordert wird, Zugangsdaten oder andere Informationen preiszugeben oder verschlüsselte Dateianhänge zu öffnen“, führt die Info-Seite der Landesdatenschutzbeauftragten aus.

Der App-Anbieter Stay Informed hat auf seiner Homepage ein umfangreiches FAQ aufgestellt, das Fragen aufgreift, die Eltern, Einrichtungen und Einrichtungsträger beschäftigen. Man werde dieses aktuell halten – auch, um über weitere Schritte zu informieren, kündigte das Unternehmen an.

Ein wesentlicher Rat der Firma an die Familien: Für spezifische Auskünfte zu ihrer Situation sollten sie sich an ihre jeweiligen Einrichtungsträger wenden.

Datenleck bei Kita- und Schul-App betrifft Einrichtungen in NRW

Die Untersuchungen zu dem Datenleck laufen laut „Stay Informed“. Inwieweit Unbefugte die Sicherheitslücke in der Vergangenheit ausgenutzt haben, wird sich aber womöglich nicht klären lassen. „Die Protokollierung des Webservers war auf maximal 14 Tage eingestellt. Wir haben also nur ein sehr begrenztes Sichtfenster“, erläutert „Stay Informed“: Über frühere Zugriffe gibt es demnach keine Kenntnis.

Die Fehlkonfiguration bestand im ungünstigsten Fall seit Oktober 2021. Kitas und Schulen, die die App nutzen, müssen prüfen, inwieweit sensible Daten gefährdet waren und welche Risiken dadurch entstanden sein könnten.

Je nach Risikobewertung müssen sie ihre zuständige Aufsichtsbehörde informieren. Für Häuser in kirchlicher Trägerschaft sind dies etwa das Katholische Datenschutzzentrum oder der Datenschutzbeauftragte der Evangelischen Kirche. Für andere Einrichtungen wäre die Zuständigkeit im Einzelnen zu prüfen – meist sei es aber die Landesdatenschutzbeauftragte NRW, heißt es auf deren Info-Seite.

Die Fachleute raten den Einrichtungen, betroffene Eltern zu informieren. Wenn für diese durch das Datenleck ein hohes Risiko besteht, muss das auf jeden Fall passieren.

In NRW gebrauchen 953 Kitas, elf Schulen und acht Horte oder Pflegeheime die App „Stay informed“ zur Kommunikation mit den Familien. Ob und wie Kindergärten solche kommerziellen Programme verwenden, liegt in der Verantwortung der Träger, teilte das Familienministerium mit: Im Kinderbildungsgesetz gebe es keine spezifischen Regelungen dazu.

Das gleiche gilt für die Schulen: „Auf Basis der datenschutzrechtlichen Vorgaben und gegebenenfalls im Benehmen mit dem Schulträger entscheiden Schulen eigenständig darüber, welche Apps sie nutzen“, erläuterte das NRW-Bildungsministerium.

Wenn Einrichtungen Hilfe brauchen, können sie sich an ihre jeweilige Schulaufsicht wenden. Das Computermagazin c’t (Heise online) hatte das Datenleck bei „Stay Informed“ nach einem anonymen Hinweis aufgedeckt.

Heike Becker

Ich bin Heike, Journalistin bei Real Raw News, einer digitalen Generalistenzeitung mit Fokus auf nationalen Nachrichten in Deutschland. Bei uns dreht sich alles um Kultur, Wirtschaft, Sport und aktuelle Nachrichten. Meine Leidenschaft gilt dem Schreiben und der Berichterstattung über relevante Themen, die unsere Leserinnen und Leser interessieren. Mit fundierten Recherchen und einem kritischen Blick auf aktuelle Geschehnisse möchte ich dazu beitragen, dass unsere Leserschaft stets bestens informiert ist und sich eine fundierte Meinung bilden kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Go up

Wir verwenden eigene und Cookies von Drittanbietern, um die Benutzerfreundlichkeit der Navigation zu verbessern und Informationen zu sammeln. Cookies werden nicht verwendet, um persönliche Informationen zu sammeln. Wenn Sie diese Funktion akzeptieren, werden nur Cookies installiert, die nicht für die Navigation unerlässlich sind. Weitere Informationen