Düsseldorf: Wird die Klimaneutralität bis 2035 gelingen?

Düsseldorf: Die Frage, ob es mit der Klimaneutralität bis 2035 klappt, beschäftigt derzeit viele Bürgerinnen und Bürger. Die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens hat ehrgeizige Ziele gesetzt, um den Klimawandel einzudämmen und bis zum Jahr 2035 CO2-neutral zu werden. Doch die Umsetzung dieser Pläne erweist sich als Herausforderung. Trotz vieler Maßnahmen und Investitionen in nachhaltige Technologien und erneuerbare Energien bleiben Zweifel, ob das ambitionierte Ziel erreicht werden kann. Die Diskussion über Klimaschutzmaßnahmen und ihre Wirksamkeit ist in der Stadt und darüber hinaus in vollem Gange. Es bleibt abzuwarten, ob die Stadt Düsseldorf die notwendigen Schritte rechtzeitig umsetzen kann, um ihre Klimaziele zu erreichen.

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Düsseldorf auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2035: Aktuelle Herausforderungen und Forderungen

Düsseldorf will klimaneutral werden – und das schon bis 2035. Dieses durchaus ehrgeizige Ziel begrüßen Lydia Schmiedel und Meret John von Students for Future. Nachdem sie sich den aktuellen Stand auf dem Weg dorthin in Düsseldorf genauer angeschaut haben, kommen beide aber auch zu dem Schluss: Die Stadt muss mehr machen.

Unterstützung erhalten sie vom „Düsseldorfer Bündnis für eine gerechte Gesellschaft – sozial und ökologisch“ mit dem Sprecherkreis bestehend aus Sigrid Wolf (DGB), Uwe Fullong (Verdi) und Pater Wolfgang Sieffert (Altstadt-Armenküche). „Die Stadt hat viele Projekte und Förderprogramme gestartet, das sind gute erste Schritte“, meint Lydia Schmiedel. Allerdings reichen die aktuellen Handlungsprogramme, die auf dem Klimaschutzkonzept von 2017 basieren, nur bis 2025. „Was passiert danach? Reicht das aus? Wir haben dazu nichts gefunden.“

Was die Students for Future, eine ähnliche Gruppierung wie Fridays for Future, aber mit Schwerpunkt auf Studierende, herausgefunden haben, sind Treibhausgas-Bilanzen. „Die aktuellsten Zahlen gibt es aber nur von 2020. Das ist inzwischen schon vier Jahre alt“, sagt Meret John. Um aber einigermaßen schnell agieren und nachjustieren zu können – nicht nur vonseiten der Stadt, sondern auch Einzelpersonen und Organisationen – brauche es aktuelle Zahlen.

„Wir haben nachgerechnet, aktuell liegt der jährliche Abbau bei durchschnittliche 141,1 Tausend Tonnen CO2 pro Jahr, vergleicht man die Zahlen von 2020 und 2010“, erklärt John. Würde der Abbau genauso weiter voranschreiten, brauche es insgesamt 20,6 Jahre, bis das Ziel erreicht sein wird. „Das wäre dann aber erst 2040. Wir hoffen, dass da Geschwindigkeit aufgenommen werden kann.“

Students for Future und Gewerkschaften fordern mehr Tempo bei Klimazielen in Düsseldorf

Fragt man bei der Stadt, heißt es: „Das lineare Reduktionsziel wurde mit der bislang angewendeten Berechnungsmethode sogar leicht übertroffen.“ Da seit 2020 aber umgestellt wurde, könne noch kein zeitlicher Verlauf dargestellt werden. Aktuell erstelle man die Bilanz für 2022, deren Abschluss werde zeigen, ob das Tempo noch stimmt.

„Es gibt viele kleine Projekte, die ganz nett sind und schön aussehen, aber das wird eben nicht ausreichen. Die große Motivation lässt sich dahinter nicht erkennen“, meint Lydia Schmiedel. Der Klimapakt diene beispielsweise der Vernetzung der Wirtschaft, dem Austausch von Maßnahmen und der Erstellung von Klimabilanzen. „In diesem Pakt müssten aber auch andere Organisationen und Gewerkschaften mit vertreten sein“, findet Sigrid Wolf.

Daher fordern das Bündnis und Students for Future, dass die Ziele eingehalten und am besten sogar schon eher erreicht werden sollen, vor allem aber auch mehr Transparenz. „Mit einer Webseite, die aktuelle Entwicklungen und Handlungsfelder sichtbar macht, können alle Akteure besser und effizienter arbeiten“, findet Schmiedel.

Düsseldorfer Bündnis drängt auf Transparenz und Finanzierung für Klimaschutz

Es gibt viele kleine Projekte, die ganz nett sind und schön aussehen, aber das wird eben nicht ausreichen. Die große Motivation lässt sich dahinter nicht erkennen“, meint Lydia Schmiedel. Der Klimapakt diene beispielsweise der Vernetzung der Wirtschaft, dem Austausch von Maßnahmen und der Erstellung von Klimabilanzen. „In diesem Pakt müssten aber auch andere Organisationen und Gewerkschaften mit vertreten sein“, findet Sigrid Wolf.

All dies muss finanziert werden: „Wir brauchen mehr Geld für die Transformation. Dies könnte mit einer Einführung der Erbschafts- und Vermögenssteuer geschafft werden. Eine befristete Erhöhung der Gewerbesteuer könnte die Zeit bis dahin überbrücken“, fasst Fullong zusammen.

Heidi Schulze

Ich bin Heidi, eine Journalistin bei der Webseite Real Raw News. Unsere digitale Generalistenzeitung konzentriert sich auf nationale Nachrichten in Deutschland, sowie auf Themen wie Kultur, Wirtschaft, Sport und aktuelle Ereignisse. Als Teil des Teams von Real Raw News ist es meine Leidenschaft, fundierte und relevante Berichterstattung zu liefern, um unsere Leser stets auf dem neuesten Stand zu halten. Mit meiner Erfahrung und meinem Engagement für Qualitätsjournalismus strebe ich danach, die Vielfalt der Nachrichtenlandschaft in Deutschland abzubilden und wichtige Themen zu beleuchten.

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