EU-Länder fordern strengere Zollvorschriften für ukrainische Agrarprodukte

EU-Staaten wollen strengere Zoll-Vorgaben für ukrainische Agrarwaren​:

In einem aktuellen Schritt zur Regulierung des Handels haben EU-Staaten beschlossen, strengere Zoll-Vorgaben für ukrainische Agrarwaren einzuführen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Qualität und Sicherheit der importierten Lebensmittel zu gewährleisten und den Verbraucherschutz zu stärken. Durch die verschärften Regulierungen sollen auch Umweltstandards und Arbeitsbedingungen in der ukrainischen Agrarindustrie besser berücksichtigt werden. Diese Entscheidung könnte Auswirkungen auf die Handelsbeziehungen zwischen der EU und der Ukraine haben und die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Parteien beeinflussen.

EU-Staaten einigen sich auf schärfere Zollvorgaben für ukrainische Agrarprodukte, EU-Botschafter beschließen neue Regeln für ukrainische Lebensmittelimporte

Unter dem Druck von Bauern will eine Mehrheit der EU-Staaten strengere Zollvorgaben für bestimmte Lebensmittel aus der Ukraine. Die Botschafter der EU-Staaten einigten sich am Mittwochabend auf einen neuen Kompromiss zu Zollvorgaben für ukrainische Agrarprodukte, wie die belgische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte. Er sieht nach Angaben von Diplomaten vor, dass weniger Waren als ursprünglich vorgesehen zollfrei in die EU verkauft werden dürfen. Das dürfte zum Nachteil der ukrainischen Landwirtschaft werden. Betroffen sind unter anderem Eier, Geflügel, Zucker und Mais. Die Verschärfung der Vorgaben braucht auch im Europaparlament eine Mehrheit. Eigentlich hatten sich bereits vergangene Woche Unterhändler der Mitgliedsstaaten und des Europaparlaments auf neue Zoll-Vorgaben für ukrainische Waren geeinigt. Konkret sollen von den Regeln betroffene Waren nur noch bis zu einer bestimmten Menge zollfrei in die EU importiert werden dürfen. Wenn diese Menge erreicht ist, werden wieder Zölle fällig. Der zwischen Parlament und EU-Staaten vergangene Woche erzielte Kompromiss sah vor, dass sich diese Menge nach dem Schnitt der Importe in den Jahren 2022 und 2023 richtet. Diese Referenzperiode soll nach Angaben aus Diplomatenkreisen nun auch das zweite Halbjahr 2021 umfassen, als noch weniger der betroffenen ukrainischen Waren in die EU verkauft wurden. EU-Gipfel dringt auf weitere Entlastungen für BauernNach BauernprotestenEU-Gipfel dringt auf weitere Entlastungen für Bauern Hintergrund der Debatte ist, dass die EU kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf sein Nachbarland ukrainische Waren von Zöllen befreit hat. Damit sollte die Wirtschaft des Landes gestärkt werden. Nach Angaben des für Handel zuständigen EU-Kommissars Valdis Dombrovskis gab es nie zuvor derartige Maßnahmen zur Handelserleichterung. Ein weiterer Vorteil: Wenn die ukrainische Wirtschaft besser läuft, können die EU und ihre Mitgliedsstaaten auch weniger Hilfsgelder an das angegriffene Land überweisen. Im Sommer laufen die derzeit geltenden Zollerleichterungen für die Ukraine aus. Wenn bis dahin keine neue Regelung gefunden wird, würden die Handelserleichterungen ganz wegfallen. Diese Unterstützung ist vielen Bauern, vor allem im Osten der EU, aber ein Dorn im Auge. Sie sehen sich durch günstige Agrarimporte aus der Ukraine unverhältnismäßiger Konkurrenz ausgesetzt. Aber auch aus Frankreich gibt es Stimmen, die strengere Zollregeln fordern. Wie schlimm diese Auswirkungen der ukrainischen Exporte auf den Markt in der EU aber tatsächlich sind, darüber wird gestritten. EU-Kommission bereitet höhere Zölle auf russisches Getreide vorUrsula von der LeyenEU-Kommission bereitet höhere Zölle auf russisches Getreide vor Noch am Dienstag hatte Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) gesagt, die Verteidigung der Ukraine finde auch darüber statt, „dass man sich an putinscher Propaganda nicht beteiligt“. Das Problem sinkender Getreidepreise liege nicht an ukrainischen Lieferungen. „Dafür gibt es einfach keinerlei Belege. Wer das sagt, soll es bitte schön durch Fakten, durch Zahlen belegen“, so der Grünen-Politiker.

Holger Peters

Ich bin Holger, Redakteur bei Real Raw News, einer digitalen Generalistenzeitung mit Schwerpunkt auf nationalen Nachrichten in Deutschland. Meine Leidenschaft gilt der Berichterstattung über Kultur, Wirtschaft, Sport und aktuellen Nachrichten. Durch meine fundierten Recherchen und mein Gespür für relevante Themen trage ich dazu bei, unseren Lesern stets aktuelle und informative Inhalte zu präsentieren. Mein Ziel ist es, die Vielfalt und Tiefe der deutschen Nachrichtenlandschaft abzubilden und unseren Lesern einen umfassenden Überblick über das Geschehen im Land zu bieten.

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