Internationale Woche gegen Rassismus: Integrationsrat in Dormagen äußert sich klar

Internationale Woche gegen Rassismus: Integrationsrat in Dormagen findet deutliche Worte

Die Internationale Woche gegen Rassismus hat in Dormagen zu einer bedeutenden Diskussion geführt, bei der der Integrationsrat klare und entschiedene Worte fand. Die Mitglieder des Rates betonten die Wichtigkeit von Vielfalt und Respekt in der Gesellschaft und verurteilten jegliche Form von Rassismus und DiskriminierungVeranstaltung zielte darauf ab, das Bewusstsein für diese Themen zu schärfen und einen offenen Dialog zu fördern, um gemeinsam konstruktive Lösungen zu erarbeiten. Der Integrationsrat rief dazu auf, Gemeinschaft und Zusammenhalt zu stärken, um eine inklusive und tolerante Gesellschaft aufzubauen.

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Integrationsrat in Dormagen setzt ein starkes Zeichen gegen Rassismus

Bei der Veranstaltung des Integrationsrats im Dormagener Ratssaal hob der Vorsitzende Mehmet Güneysu in seiner Eröffnungsansprache den 21. März als internationalen Gedenktag gegen Rassismus noch einmal hervor. So erinnere dieser Tag daran, dass sich jeder Mensch jeden Tag gegen Rassismus einsetzen müsse. Dieser Tag solle laut Güneysu von jedem Einzelnen als Gelegenheit genutzt werden, mit kritischem Blick auf die vergangenen zwölf Monate zu schauen. Insbesondere sieht er diesen Tag jedoch als Mahnung an staatliche Institutionen, mehr gegen rassistische Diskriminierung, Gewalt, Stigmatisierung und Hassrede zu tun.

Syrischer Autor liest aus autobiografischem Buch bei Veranstaltung gegen Diskriminierung

Anschließend lasen der syrische Autor Renas Sido und Ines Kolender abwechselnd aus seinem autobiografischen Buch „Wo sind meine Olivenbäume“. Darin beschreibt Sido seine beschwerliche Flucht aus seiner Heimat Syrien über das Mittelmeer und die Balkanroute bis zu seiner Ankunft in Neuss. Ines Kolender hat Renas Sido im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Projekt „Aktion Neue Nachbarn im Rhein-Kreis-Neuss“ der Caritas-Sozialdienste kennengelernt, und bei der Entstehung seines Buches begleitet. Die Lesung wurde von persönlichen Erklärungen und Eindrücken ergänzt, wodurch diese sehr lebendig und emotional auf die Zuhörerinnen und Zuhörer wirkte.

In der anschließenden Podiumsdiskussion berichteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Mehmet Güneysu, Renas Sido, Ines Kolender, die stellvertretende Bürgermeisterin Susanne Stephan-Gellrich sowie Stephanie Groß vom Norbert-Gymnasium Knechsteden, von ihren Erfahrungen mit Alltagsrassismus. Darüber hinaus wurden Ansätze vorgestellt, wie Menschen ermutigt werden können, selbst aktiv gegen Diskriminierung vorzugehen. Der Integrationsratsvorsitzende beendete die Veranstaltung mit einem Dank an die Gäste und Teilnehmenden, aber auch mit kritischen Worten zur aktuellen Situation. So habe aus seiner Sicht der Wettlauf um immer drastischere Vorhaben zur Bekämpfung von Migration und von Menschen mit internationaler Familiengeschichte unweigerlich zur Normalisierung rassistischer Haltungen geführt und ihnen ein demokratisches Mäntelchen verliehen. „Der Verlust von Vertrauen in die Demokratie werde sich ungebremst vergrößern und die Spaltung der Gesellschaft voranschreiten, wenn nicht konsequent gegengesteuert wird. Dafür sind wir alle verantwortlich. Nur punktuell sich dafür einzusetzen, ist nicht ausreichend“, erklärte Güneysu.

Dirk Werner

Als Redaktionsleiter von Real Raw News habe ich eine umfangreiche Erfahrung im Journalismus gesammelt. Mit einem starken Fokus auf nationale Nachrichten in Deutschland decke ich als digitaler Generalist Themen wie Kultur, Wirtschaft, Sport und aktuelle Ereignisse ab. Mein Ziel ist es, unseren Lesern stets fundierte und relevante Informationen zu liefern und sie mit spannenden Geschichten zu begeistern. Mit meiner langjährigen Expertise in der Branche stehe ich für eine professionelle und qualitativ hochwertige Berichterstattung.

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