Hunde können durch diese Nahrung krank werden.

Die jüngste Studie mit dem Titel Dieses Fressen macht Hunde krank hat alarmierende Ergebnisse über die Gesundheit von Haustieren ans Licht gebracht. Laut den Forschern ist dieses Fressen, das viele Tierbesitzer ihren Hunden geben, mit schwerwiegenden Gesundheitsrisiken verbunden. Die Studie zeigt, dass bestimmte Nahrungsmittel und Inhaltsstoffe in vielen kommerziellen Hundefuttersorten zu schweren Erkrankungen führen können. Experten warnen davor, unkontrolliertes Füttern dieser Produkte zu vermeiden und stattdessen auf hochwertige und ausgewogene Ernährung zu achten. Diese Erkenntnisse sind ein wichtiger Schritt, um die Gesundheit und das Wohlbefinden von Haustieren zu verbessern und Tierbesitzer für die richtige Ernährung ihrer geliebten Vierbeiner zu sensibilisieren.

Experten warnen: Diese Lebensmittel können Hunden schwerwiegende Gesundheitsschäden zufügen!

Von A wie Avocado bis Z wie Zwiebeln: Die Liste der Lebensmittel, die für Hunde angeblich gefährlich sind, ist lang. Tierärztin Julia Fritz fällt spontan ein Nahrungsmittel ein, das im Napf und Hundemagen nichts zu suchen hat: „Weintrauben – und alles, was daraus gemacht wird!“ Sprich, Rosinen pur, im Müsli oder Stollen. „Im Extremfall können sie schlimme Nierenschäden auslösen“, sagt Julia Fritz, die sich in einer Fachtierarztpraxis bei München auf Ernährungsberatung spezialisiert hat. Wobei die Betonung auf „können“ liegt. Denn weder Ursache noch Ausmaß für die Gesundheitsfolgen sind bekannt. Viele Hunde vertragen Weintrauben und Rosinen nicht – also besser nicht füttern.

Tierärzte schlagen Alarm: Hundehalter sollten aufpassen, welche Lebensmittel ihre Vierbeiner fressen

Das ist das zweite Dilemma, wenn es um gefährliche Lebensmittel für Hunde geht: „Wir haben gar nicht so viele Daten, weil die Erkenntnisse immer auf einzelne Fälle zurückgehen, bei denen dokumentiert wurde, dass etwas passiert ist“, sagt Professor Jürgen Zentek, Direktor des Instituts für Tierernährung an der Freien Universität Berlin. Auch Formeln, wie viel von einem Lebensmittel für welchen Hund schädlich sein könnte, gibt es nicht: „Das ist ein schwieriger Punkt, weil ja niemand Versuche macht, um in irgendeiner Weise die Dosis herauszufinden.“ Ganz sicher ist aber: „Was für uns Menschen harmlos ist, kann für einen Hund schädlich, giftig und im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohlich sein“, warnt Julia Fritz.

Gefährliche Nahrungsmittel für Hunde: Experten raten zur Vorsicht bei Weintrauben und Schokolade

Weit oben auf der Liste der verbotenen Lebensmittel ordnen Experten Schokolade ein. Je dunkler, desto gefährlicher, weil sie dann umso mehr Theobromin enthält. „Dieser Inhaltsstoff kann zu Herz-Rhythmus-Störungen führen“, erklärt die Tierärztin. Also auf keinen Fall Schokohasen für den Hund zu Ostern verstecken. „Das wäre alles andere als eine gute Idee!“ Schädlich kann auch ein Zucker-Ersatzstoff sein, der sich zunehmend zum Trend entwickelt: Xylit, Xylitol oder Birkenzucker. Ein Austauschprodukt, das in Plätzchen und Kuchen, und sogar in Zahnpasta zu finden ist. Julia Fritz berichtet von einem Hund, der eine Packung Kaugummis mit Xylit gefressen hat. Danach musste er mehrere Tage an den Tropf, weil er eine lebensbedrohliche Unterzuckerung bekommen hatte. Kekse, Schokolade oder Süßkram fressen – das kann für Hunde gefährlich werden.

Nicht nur Industrieprodukte, sondern auch Gemüse kann Hunden Probleme bereiten: „Der Klassiker sind rohe Zwiebeln und Knoblauch“, sagt Jürgen Zentek. Auch rohe Kartoffeln können durch ihren Solanin-Anteil hochgradig toxisch sein. Weniger kritisch sieht Zentek Paprika oder Tomaten. Vor den Nachtschattengewächsen wird in Hundeforen immer wieder gewarnt. „Natürlich gibt es immer Extremfälle, aber man sollte sich hüten, zu viel da hinein zu interpretieren“, sagt er. „Alles, was der Mensch roh essen kann, kann der Hund grundsätzlich auch roh essen“, sagt Julia Fritz.

Tierärzte schlagen Alarm: Hundehalter sollten aufpassen, welche Lebensmittel ihre Vierbeiner fressen

Paprika könne man durchaus als kalorienarmen Snack mit Vitaminen und ein paar Ballaststoffen geben. Und gekochte Kartoffeln seien ein hervorragender Energie-Lieferant. Obst gilt – mit Ausnahme der Weintrauben – generell als unbedenklich. Größere Kerne sollten Hundehalter aber nicht verfüttern. Zum einen könnten diese im Darm hängen bleiben, zum anderen können sie Blausäure enthalten. Spätestens, wenn Hunde etwa Aprikosen- oder Mirabellen-Kerne zerkauen, und nicht im Ganzen verschlucken, kann dies zu ernsthaften Problemen führen. Auch bestimmte Nüsse, die für Menschen gesund sind, können bei Hunden das Gegenteil bewirken. Vor allem bei Macadamia mehren sich die Hinweise. So können laut Fritz etwa vorübergehende Hinterhandlähmungen auftreten. Auch rohe Eier sind nicht unbedingt gesundheitsförderlich. „Wenn man dem Hund ab und zu mal ein rohes Ei gibt, ist das kein Problem“, sagt Jürgen Zentek. Bei täglicher Gabe könne aber ein Biotin-Mangel entstehen. Ganz grundsätzlich gilt – wie bei anderen Lebensmitteln auch: „Die Dosis macht das Gift.“

Generell haben Hunde keinen besonders empfindlichen Magen und Darm. „Wir können sogar davon ausgehen, dass sie eine relativ robuste Verdauung haben“, sagt Zentek. Auch unterschiedliche Reaktionen auf kritische Lebensmittel je nach Hunderasse seien in der Wissenschaft nicht bekannt. „Es gibt nur Hunderassen, die gefährdeter sind, weil sie alles Mögliche fressen“, sagt Zentek. Als Beispiele nennt er: Labradore, Beagle und Cocker Spaniel. Nur, weil ein Hund ein paar „ungenießbare“ Lebensmittel gefressen hat, sollte man nicht gleich in Panik verfallen. Auch eine vorübergehende Verstopfung, Durchfall oder Erbrechen seien noch kein Grund, von akuten Vergiftungserscheinungen auszugehen. „Wenn der Hund plötzlich ungewöhnlich ruhig oder ungewöhnlich aufgeregt ist, wenn er sehr nervös oder lethargisch ist, wenn er mehrfach in kurzen Abständen erbricht, ohne dass es produktiv ist, dann sind das Alarmzeichen“, sagt Tierärztin Fritz.

Rein prophylaktisch einen Arzt aufzusuchen, nur weil der Hund ein paar Weintrauben oder ein Stückchen Schokolade vertilgt hat, empfiehlt Jürgen Zentek nicht. Hundehalter sollten aber auf die Symptomatik achten: „Wenn ich sehe, dass sich das Allgemeinbefinden verschlechtert oder es gar zu Krampfanfällen kommt, macht es auf jeden Fall Sinn, Hilfe zu suchen und sich beraten zu lassen“, sagt der Experte. Und zwar von denen, die sich damit auskennen. Also nicht das Internet-Forum oder den Nachbarn fragen, rät Tierärztin Julia Fritz. Gibt es hingegen klare Alarmzeichen, sollten Hundehalter nicht zögern und das Tier in die Praxis bringen.

Dirk Werner

Als Redaktionsleiter von Real Raw News habe ich eine umfangreiche Erfahrung im Journalismus gesammelt. Mit einem starken Fokus auf nationale Nachrichten in Deutschland decke ich als digitaler Generalist Themen wie Kultur, Wirtschaft, Sport und aktuelle Ereignisse ab. Mein Ziel ist es, unseren Lesern stets fundierte und relevante Informationen zu liefern und sie mit spannenden Geschichten zu begeistern. Mit meiner langjährigen Expertise in der Branche stehe ich für eine professionelle und qualitativ hochwertige Berichterstattung.

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