Kleve: Stadt vergibt Wurmkiste an Schulen und Kitas

Kleve: Stadt verleiht Wurmkiste für Schulen und Kitas

Die Stadt Kleve hat ein innovatives Projekt ins Leben gerufen, das darauf abzielt, Schulen und Kitas in der Region zu unterstützen. Mit der Verleihung von Wurmkisten sollen Kinder frühzeitig an Umweltthemen herangeführt werden. Die Wurmkisten dienen dazu, organische Abfälle zu kompostieren und den Prozess des Recyclings zu verstehen. Diese Initiative zielt darauf ab, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu stärken. Durch die Praxiserfahrung mit den Würmern können die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen direkten Einblick in die Kreisläufe der Natur gewinnen. Die Stadt Kleve hofft, dass dieses Projekt einen positiven Einfluss auf die Bildung und das Umweltbewusstsein der nächsten Generation haben wird.

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Kleve: Stadt fördert Umweltbewusstsein mit Wurmkisten für Schulen und Kitas

Wenn von Würmern die Rede ist, kommt oft erst einmal Ekel auf. Gerade in der Erde lebenden Würmer sind allerdings wahre Wundertierchen und erfüllen in unseren Böden wichtige Aufgaben. Sie sind sozusagen die Müllabfuhr des Ökosystems und sorgen dafür, dass organische Materialien zersetzt werden. Die etwa in herabgefallenen Blättern enthaltenen Nährstoffe werden auf diese Weise wieder für Pflanzen verfügbar gemacht. Durch ihre tagtäglichen Aktivitäten sorgen Würmer unermüdlich für eine Verbesserung der Bodenqualität.

Die besondere Zusammensetzung ihrer Ausscheidungen düngt den Boden nachhaltig und sorgt dafür, dass er deutlich mehr Wasser aufnehmen kann. Ganz nebenbei lockern die Gänge der Würmer den Boden auf und belüften ihn.

Wurmkisten für Kinder: Kleve setzt auf natürlichen Kompostierungsprozess in Bildungseinrichtungen

Um auf die Bedeutung der natürlichen Prozesse im Boden und deren Akteure aufmerksam zu machen, verleiht die Stadt Kleve nun eine „Wurmkiste“ an Kindertageseinrichtungen und Schulen. Dabei handelt es sich um einen kleinen Komposter. Im Zimmer oder auf dem Balkon platziert, können dort etwa anfallende Küchenabfälle kompostiert werden. Ungekochte Obst- und Gemüseabfälle werden von den in der Kiste lebenden Pilzen und Bakterien abgebaut. Die Regenwürmer ernähren sich wiederum davon und verwerten das Material.

Etwa halbjährlich kann der „Wurmhumus“ aus der Kiste entnommen werden. Aus zehn Kilogramm Abfall wird etwa ein Kilogramm bioaktiver Gartendünger.

Seit Anfang des Jahres wird die Wurmkiste der Stadt Kleve kostenlos an Kindertageseinrichtungen wie das Familienzentrum „Kiku‘s Wilde 13“ verliehen. „Mit der Aktion wollten wir erreichen, dass schwer zu verstehende natürliche Prozesse, wie die Zersetzung organischer Materialien, für die Kinder beobachtbar und damit auch greifbar werden“, sagt Luc Boekholt, zuständig für Grün-, Umwelt- und Landschaftsplanung bei der Stadt Kleve.

„Die Reste des eigenen Apfels verschwinden nach und nach und werden zu Erde, in der dann wieder neue Pflanzen wachsen können.“

Interessierte Schulen und Kindertageseinrichtungen können sich gerne bei der Stadt Kleve per Mail unter [email protected] oder telefonisch unter 02821 84539 melden.

Heidi Schulze

Ich bin Heidi, eine Journalistin bei der Webseite Real Raw News. Unsere digitale Generalistenzeitung konzentriert sich auf nationale Nachrichten in Deutschland, sowie auf Themen wie Kultur, Wirtschaft, Sport und aktuelle Ereignisse. Als Teil des Teams von Real Raw News ist es meine Leidenschaft, fundierte und relevante Berichterstattung zu liefern, um unsere Leser stets auf dem neuesten Stand zu halten. Mit meiner Erfahrung und meinem Engagement für Qualitätsjournalismus strebe ich danach, die Vielfalt der Nachrichtenlandschaft in Deutschland abzubilden und wichtige Themen zu beleuchten.

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