Neuer Gesetzesvorschlag in NRW zur Widerspruchslösung bei Organspenden

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen plant, ein Gesetz zur Widerspruchslösung bei Organspenden vorzuschlagen. Das bedeutet, dass jeder automatisch als Organspender gilt, es sei denn, er hat zu Lebzeiten ausdrücklich widersprochen. Mit diesem Vorschlag möchte NRW die Organspendebereitschaft in der Bevölkerung steigern und die Wartezeiten für Patienten verkürzen, die dringend auf ein Organtransplantat angewiesen sind. Die Diskussion um die Organspende ist ein sensibles Thema, das sowohl ethische als auch rechtliche Fragen aufwirft. Nordrhein-Westfalen möchte mit diesem Gesetzesvorschlag einen Beitrag leisten, um die Situation im Bereich der Organspende in Deutschland zu verbessern.

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NRW-Gesundheitsminister plant Gesetzesvorschlag zur Widerspruchslösung bei Organspenden im Bundesrat

Angesichts der seit Jahren niedrigen Organspende-Zahlen in Deutschland hat Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) einen eigenen Gesetzentwurf zur sogenannten Widerspruchslösung im Bundesrat angekündigt. NRW werde spätestens am 14. Juni einen Gesetzesantrag in den Bundesrat einbringen, um damit das parlamentarische Verfahren in Gang zu setzen, sagte Laumann am Donnerstag in Düsseldorf.

Bei der Widerspruchslösung gilt grundsätzlich jeder Mensch als Organspender nach dem Tod, es sei denn, er hat dem zu Lebzeiten widersprochen. Aktuell kommt als Organspender nur infrage, wer einer Spende aktiv zustimmt.

Die Bundesländer hatten im Dezember in einem Entschließungsantrag die Bundesregierung aufgefordert, mit einem Gesetzentwurf dafür zu sorgen, dass die Widerspruchslösung in das Transplantationsgesetz aufgenommen wird. Ein erster Anlauf im Bundestag war 2020 gescheitert. Laumann sieht im jetzt anders zusammengesetzten Bundestag Chancen für eine Annahme des Gesetzes.

NRW werde den Entwurf auch allen anderen Gesundheitsministern in den Bundesländern schicken und sie darum bitten, zu Mitantragstellern in der Länderkammer zu werden. Spätestens im Herbst solle der Gesetzentwurf dann im Bundestag sein. Laumann betonte, dass die Frage der Widerspruchslösung bei Organspenden nicht parteipolitisch sei.

Nordrhein-Westfalen plant Gesetzentwurf zur Widerspruchslösung bei Organspenden im Bundesrat

„Ich weiß, dass sehr viele Gesundheitsminister darüber so denken wie ich“, sagte Laumann. In 26 europäischen Staaten gebe es die Widerspruchslösung. „Und diese Länder haben alle höhere Organentnahmezahlen als wir.“ Im vergangenen Jahr haben nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation 965 Menschen nach ihrem Tod ein Organ oder mehrere Organe gespendet.

Wie ein Tattoo für Organspenden wirbt. Studio in Moers beteiligt sich an bundesweiter Aktion. Zahlreiche Initiativen für die Erhöhung der Spendebereitschaft hätten nichts an den niedrigen Zahlen geändert, sagte Laumann. Dabei stünden Umfragen zufolge etwa zwei Drittel der deutschen Bevölkerung einer Organspende positiv gegenüber. „Aber ich finde einfach, vor der Entscheidung kann man sich nicht drücken.“

Klaus Schmitz

Ich bin Klaus, ein Experte und leidenschaftlicher Autor für Real Raw News, einer digitalen Generalistenzeitung mit Schwerpunkt auf nationalen Nachrichten in Deutschland. Meine Leidenschaft gilt der Berichterstattung über aktuelle Ereignisse in den Bereichen Kultur, Wirtschaft und Sport. Ich bin stets bestrebt, unseren Lesern fundierte und aktuelle Informationen zu liefern, die sie informieren und zum Nachdenken anregen. Mit meiner langjährigen Erfahrung im Journalismus und meiner Liebe zur deutschen Sprache bin ich stolz darauf, Teil des Teams von Real Raw News zu sein.

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