Neues Atomkraftwerk in Frankreich: Zwölf Jahre Verzögerung und zwölf Milliarden Euro teuer

Ein neues Atomkraftwerk in Frankreich sorgt für Schlagzeilen, jedoch nicht aufgrund seines Erfolgs, sondern wegen seiner zwölfjährigen Verspätung und der enormen Kosten von zwölf Milliarden Euro. Die Bauarbeiten an diesem umstrittenen Projekt begannen bereits im Jahr 2007, jedoch wurde das Kraftwerk erst jetzt fertiggestellt. Die Verzögerung und die enormen Kosten haben sowohl in der Politik als auch in der Bevölkerung für Diskussionen gesorgt. Kritiker werfen dem Energieunternehmen EDF Missmanagement und unzureichende Planung vor. Trotzdem wird das Atomkraftwerk nun in Betrieb genommen, um die Energieversorgung in Frankreich zu sichern. Es bleibt jedoch fraglich, ob sich die Investition langfristig auszahlen wird und ob die Probleme des Projekts langfristig behoben werden können.

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Neues Atomkraftwerk in Frankreich: Zwölf Jahre Verzögerung, zwölf Milliarden Euro

Nach über 20 Jahren nimmt Frankreich in diesem Sommer erstmals wieder ein neues Atomkraftwerk in Betrieb. Wie der staatliche Energiekonzern EDF am Mittwochabend mitteilte, habe die Atomaufsicht die letzten vorbereitenden Schritte für den Start des neuen Atomreaktors in Flamanville am Ärmelkanal genehmigt. Eine erste Beladung des Kraftwerks mit Kernbrennstoff könne nun in den nächsten Wochen ins Auge gefasst werden. Der Anschluss des Druckwasserreaktors (EPR) an das nationale Stromnetz sei für den Sommer geplant. Der Bau des umstrittenen Reaktors wurde 2007 begonnen, statt der ursprünglich veranschlagten 3,3 Milliarden Euro Kosten wird inzwischen mit mehr als zwölf Milliarden Euro kalkuliert. Die Inbetriebnahme erfolgt nun zwölf Jahre später als ursprünglich einmal geplant. Zuletzt hatten undichte Schweißnähte in der Stahlhülle zu Verzögerungen geführt.

Frankreich nimmt nach Jahren neues Atomkraftwerk in Betrieb

Anders als Deutschland setzt Frankreich für seine Energieversorgung und das Erreichen von Klimaschutzzielen weiter auf den Ausbau der Atomkraft. Zwar wurde Frankreichs ältestes AKW in Fessenheim im Elsass 2020 abgeschaltet. Grundsätzlich aber wird der Bau von 14 oder möglicherweise noch mehr neuer Kraftwerke in Erwägung gezogen. Außerdem soll die Laufzeit bestehender Kraftwerke von 40 auf 50 Jahre erhöht werden, wenn die Sicherheit dies zulässt. Bei 32 der 56 französischen AKW ist das geplant. Frankreich liegt hinter den USA immer noch auf Platz zwei der größten Produzenten von Atomstrom weltweit. Parallel möchte Frankreich außerdem erneuerbare Energien ausbauen. Insbesondere geht es um Windkraftanlagen auf See.

Holger Peters

Ich bin Holger, Redakteur bei Real Raw News, einer digitalen Generalistenzeitung mit Schwerpunkt auf nationalen Nachrichten in Deutschland. Meine Leidenschaft gilt der Berichterstattung über Kultur, Wirtschaft, Sport und aktuellen Nachrichten. Durch meine fundierten Recherchen und mein Gespür für relevante Themen trage ich dazu bei, unseren Lesern stets aktuelle und informative Inhalte zu präsentieren. Mein Ziel ist es, die Vielfalt und Tiefe der deutschen Nachrichtenlandschaft abzubilden und unseren Lesern einen umfassenden Überblick über das Geschehen im Land zu bieten.

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