Joe Biden und Donald Trump einigen sich auf Debatten im Juni und September​

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Joe Biden und Donald Trump einigen sich auf Debatten im Juni und September​

In einem wichtigen Schritt auf dem Weg zu den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten haben sich der amtierende Präsident Donald Trump und der demokratische Kandidat Joe Biden auf eine Serie von Debatten geeinigt. Die ersten beiden Debatten werden im Juni stattfinden, gefolgt von einer dritten Debatte im September. Diese Ereignisse werden von großer Bedeutung für die Wahlkampagne sein und den amerikanischen Wählern die Gelegenheit geben, die beiden Kandidaten in Aktion zu sehen. Die Debatten werden live im Fernsehen übertragen und von verschiedenen Medienorganisationen moderiert.

DebattenShowdown: Biden und Trump schießen auf sechs Stunden Diskussion

Die beiden Alpha-Männer posieren nach dem Überraschungscoup ihrer Wahlkampfteams wie zwei Preisboxer vor einem Showdown im Ring. Donald Trump plusterte sich auf seinem hauseigenen Sprachrohr Truth Social zum haushohen Favoriten der Debatten am 27. Juni und 10. September auf. Joe Biden sei der „SCHLECHTESTE“ Debattierer, dem er jemals begegnet sei. „Er bekommt keine zwei Sätze zusammen“.

Biden und Trump: Zwei AlphaMänner auf der Bühne

Biden und Trump: Zwei AlphaMänner auf der Bühne

Der US-Präsident hält in einem kurzen Video seinerseits ein paar Beleidigungen parat. „Ich höre, du hast mittwochs frei“, stichelte Biden gegen den Herausforderer, der an den anderen Wochentagen im Schweigegeldprozess von New York anwesend sein muss. Er werde auch mit einem Flugzeug kommen, spielte er später auf Trumps private Boeing 757 an. „Ich plane, es für die nächsten vier Jahre zu behalten“. Gemeint ist natürlich die Air Force One des Präsidenten.

DebattenPlanspiegel: Biden und Trump einigen sich auf zwei Aufeinandertreffen

DebattenPlanspiegel: Biden und Trump einigen sich auf zwei Aufeinandertreffen

Die beiden Wahlkampfteams hatten den Deal hinter den Kulissen ausgehandelt und am Mittwoch völlig überraschend verkündet. Die Einigung ist das Ergebnis gemeinsamer Frustration über die Arbeit der „Commission on Presidential Debates“, die drei Debatten zwischen dem 16. September und 9. Oktober vorgesehen hat.

Ein historisches Ereignis: Nicht nur treten erstmals ein ehemaliger und amtierender Präsident gegeneinander an. Einer davon, Trump, muss sich als Erster in der Geschichte vor vier Strafgerichten verantworten. Und beide Männer wären am Ende einer zweiten Amtszeit die ältesten Präsidenten in der Geschichte.

Das ist nicht das erste Mal, dass die Präsidentschaftskandidaten noch nie zuvor so früh im Fernsehen miteinander debattierten. Die beiden Wahlkampfteams halten das für zu spät, weil zu diesem Zeitpunkt in vielen Bundesstaaten bereits die Früh- und Briefwahlen begonnen haben. Damit hätten Millionen von Wählern ihre Stimme bereits vor dem Aufeinandertreffen der Kandidaten abgegeben.

Kritik an der Commission on Presidential Debates: Unzufriedenheit gibt es auch mit Format und Regeln der Debatten. Außerdem beanspruchten sie in der heißen Phase des Wahlkampfs zu viel Aufmerksamkeit der Kandidaten. Trump hatte Biden zu mehr Debatten herausgefordert. Er würde den Präsidenten „zu jeder Zeit, an jedem Ort“ debattieren.

Der bestand auf einer Debatte im Studio ohne Publikum und früh im Wahlkampf. „Falls es nicht gut läuft, kann er sich davon erholen“, erklärte Barack Obamas ehemaliger Chefstratege David Axelrod, warum sich der Herausforderer „exakt auf Bidens Konditionen eingelassen hat“.

Die Regeln für die Teilnahme eines dritten Kandidaten wurden von CNN und ABC mit den Kampagnen verhandelt. Demnach müsste Robert F. Kennedy nicht nur in vier nationalen Umfragen auf 15 Prozent kommen, sondern bis zur ersten Debatte in so vielen Bundesstaaten auf dem Wahlschein stehen, dass er einen realistischen Weg ins Weiße Haus hat.

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen: Beobachter halten es für nicht ausgeschlossen, dass das letzte Wort über die Debatten noch nicht gefallen ist. Bidens Team machte klar, dass der Präsident nur zu einem direkten Duell mit Trump bereit sei. Er werde nicht mit Kennedy auf der Bühne debattieren. Daran hat auch Trump kein Interesse.

Das Team des Präsidenten hatte eine dritte Debatte auf FOX im Oktober ausgeschlagen. Biden hat das unter Hinweis auf die Wahlen 2020, als es auch nur zwei Debatten gab, kategorisch ausgeschlossen. „Präsident Biden hat die Bedingungen für die beiden Debatten klargemacht“, wies seine Wahlkampfmanagerin O’Malley Dillon die Forderung nach mehr Aufeinandertreffen zurück. „Keine Spielchen. Nicht weiteres Chaos und keine Debatte über Debatten.“

Die ausgebremste „Commission on Presidential Debates“ teilte mit, sie halte an der Vorbereitung ihrer Termine fest. Der Ko-Vorsitzende der Kommission, Frank Fahrenkopf, meinte, er warte ab, ob sich die Wahlkampfteams tatsächlich auf die Details verständigen könnten. Aus genau diesem Grund sei die unabhängige Organisation 1998 tätig geworden. „Wenn es klappt, ist das gut für sie. Wir hätten sie lieber bei uns.“

Heidi Schulze

Ich bin Heidi, eine Journalistin bei der Webseite Real Raw News. Unsere digitale Generalistenzeitung konzentriert sich auf nationale Nachrichten in Deutschland, sowie auf Themen wie Kultur, Wirtschaft, Sport und aktuelle Ereignisse. Als Teil des Teams von Real Raw News ist es meine Leidenschaft, fundierte und relevante Berichterstattung zu liefern, um unsere Leser stets auf dem neuesten Stand zu halten. Mit meiner Erfahrung und meinem Engagement für Qualitätsjournalismus strebe ich danach, die Vielfalt der Nachrichtenlandschaft in Deutschland abzubilden und wichtige Themen zu beleuchten.

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